Friedrich Reitmann

Die Anfänge

Im September 1930 erhielt Priester Willi Reitmann aus Mücheln vom damaligen Apostel und Kirchenpräsidenten der Neuapostolischen Kirche  für Sachsen/Thüringen, Arthur Landgraf, den Auftrag, in Bad Lauchstädt eine Zweiggemeinde zu gründen. Zusammen mit einigen Amtsträgern und Mitgliedern aus Mücheln und Dörstewitz wurde am 03.Oktober 1930 im Vereinsraum der Gaststätte „Zum Bahnhof“ der erste Gottesdienst abgehalten.

Schon ein Jahr später ist die Gemeinde um weitere 25 Mitglieder gewachsen. In diese Zeit fällt auch die Gründung eines Gemeindechores.

Im Jahre 1932 fanden durch die Betreuung durch Lauchstädter Amtsträger erste Gottesdienste im benachbarten Schafstädt statt, wo sich schon bald eine eigene Gemeinde entwickelte.

Im Jahr 1934 wird Priester Willi Reitmann als Vorsteher für die Gemeinden Bad Lauchstädt und Schafstädt beauftragt.

Die Mitglieder der Gemeinde Bad Lauchstädt versammelten sich in den folgenden Jahren in unterschiedlichen Mieträumen zum Gottesdienst, so in der Gaststätte „Goldener Stern“, im Anbau des Kursaales sowie im Pavillon des Kurparks. In den Jahren nach 1945 musste für kurze Zeit eine Baracke am Sportplatz genutzt werden. An eine eigene Kirche war aus Kostengründen zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken.

Die weiteren Jahre

Besonders nach dem 2.Weltkrieg wuchs die Gemeinde stark, so dass man sich nach einem eigenen Kirchengebäude sehnte.

In den Jahren 1949 und 1950 finanzierten und errichteten die Gemeindemitglieder in nahezu vollständiger Eigenleistung eine zuvor in Merseburg erworbene Baracke auf einem von einem Mitglied zur Verfügung gestellten Grundstück. Der neu errichtete Bau wurde als Kirche hergerichtet und ausgestattet. Am 30.April 1950 hielt Apostel Bruno Rockstroh den Weihegottesdienst.

Für eine gute Zusammenarbeit mit den kommunalen Verantwortlichen der Stadt sorgten auch die Einsätze, die unsere Geschwister in freiwilliger Aufbauarbeit in den Jahren 1960 bis 1970 im Ort, z.B. am Friedhof und im Kurpark, leisteten.

In der Folgezeit wurde verschiedene Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der Außenfassade, den Außenanlagen sowie im Gebäude durchgeführt. Ein besonderer Höhepunkt war die Weihe der Pfeifenorgel im Jahr 1982.

1951 gründeten Bad Lauchstädter Glaubensgeschwister die Gemeinde in Holleben und ein Jahr später in Klobikau und Großgräfendorf in der Nachbarschaft. Die Gemeinde Holleben wurde 1998 in die Gemeinde Bad Lauchstädt eingegliedert.

Im Jahr 1980 konnte die Bad Lauchstädter Gemeinde die 50-Jahr-Feier begehen und versammelt sich noch heute in demselben Gebäude, das vor mehr als achtzig Jahren mit eigenen Händen und Mitteln errichtet wurde. Inzwischen konnten im Jahr 2005 auch hier 75 Jahre Gemeindebestehen gefeiert werden.

Erwähnt sei auch, dass seit 1993 jedes Jahr im Advent im Historischen Kursaal Bad Lauchstädt das „Lauchstädter Adventssingen“ von Vertretern des Zentralchores und Zentralorchesters unserer Kirche aufgeführt wird.

Priester Willi Reitmann

Gemeindeleiter

1930 – 1934    Priester       Friedrich Reitmann

1934 – 1948    Evangelist   Willi Reitmann

1948 – 1964    Hirte           Fritz Gebert

1964 – 1978    Priester       Kurt Dissinger

1978 – 1982    Priester       Ernst Dindorf

1982 – 1994    Priester       Kurt Dreßler

Seit 1994         Evangelist   Günter Jäckel